SPD kritisiert Christian Lindners Forderung nach allgemeinen Studiengebühren

Veröffentlicht am 20.07.2017 in Pressemitteilungen

„Partei der Besserverdienenden will Bildung wieder zum Luxusgut machen“

„Der Polit-Hipster Christian Lindner präsentiert sich als supermodern und visionär, aber seine Ideen sind von vorgestern!“ So kommentiert die Tübinger SPD-Kreisvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke die Forderung des FDP-Vorsitzenden nach der Wiedereinführung allgemeiner Studiengebühren.

„Wir haben diese Debatte jahrelang gegen Union und FDP führen müssen, bis sich die SPD endlich gegen alle Widerstände durchgesetzt hat und die Studiengebühren bundesweit abgeschafft wurden“, so Kliche-Behnke.

Wer faire Bildungs- und Lebenschancen für alle schaffen wolle, müsse Hürden im Bildungssystem beseitigen, statt neue zu errichten. „Die FDP will Bildung wieder zum Luxusgut machen“, betont Kliche-Behnke. „Dass die Partei der Besserverdienenden kein Bewusstsein für die finanziellen Sorgen von Geringverdienern hat, ist offensichtlich. Dass sie auch deren Kindern gleiche Chancen verweigert, ist skandalös!“

Die Argumentation, dass man die Gebühren erst später bezahlen müsse, laufe komplett ins Leere. „Herr Lindner hat in seiner neoliberalen Traumwelt wohl noch nie etwas von Kettenbefristungen, Existenzsorgen oder fehlenden Aufstiegschancen auch von Akademikerinnen und Akademikern gehört“, ergänzt Kliche-Behnke. Mit einem großen Schuldenberg ins Berufsleben zu starten, sei eine Belastung, die von Anfang an vom Studium abschrecke. „Wer später dank eines Hochschulabschlusses gut verdient, soll einfach einen höheren Einkommenssteuersatz zahlen – das wird aber von der FDP abgelehnt.“

„Es bleibt dabei: Freie Bildung von der Kita bis zum Hochschulabschluss gibt es nur mit der SPD“, so Dorothea Kliche-Behnke abschließend.

 

Martin Rosemann

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